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"Aufbau" Kinderfreundliche Genossenschaft
vom 01.07.2010



WBG„Aufbau“ Gera investiert 60 000 Euro in Lusaner Spielplätze
Von Sylvia Eigenrauch.

In den Ferien treffen sich Pascal, Lisa und Max fast täglich auf dem Spielplatz hinterm Haus in der Pößnecker Straße. Der ist viel schöner, seit der Grundstückseigentümer, die Wohnungsbaugenossenschaft „Aufbau“ Gera in neue Geräte investierte.
„Der Sand ist wie an der Ostsee“, schwärmt die elfjährige Lisa und lässt ihn durch die Finger rinnen. Pascal fühlt sich von der Kletterwand angezogen und der zwölfjährige Max mag die Mutsprünge von der Plattform unterm roten Dach die Lisa auf zwei Meter schätzt Recht hat sie.
Seit 1976 gibt es den Spielplatz hier. Pascals Mutti, die 31-jährige Sabine Busch wohnt fast ihr ganzes Leben im Karree und ist froh, dass ihr Sohn hinterm Haus spielen kann. Dabei handelt es sich hier nicht um einen öffentlichen Spielplatz. Zugang zum eingezäunten Gelände haben alle angrenzenden Mieter mit ihrem Schlüssel. Dennoch wundert sich Sabine Busch, dass der Spielplatz für manche ein Dorn im Auge ist.
Andreas Schricker, Vorstand der Genossenschaft, kennt das Thema. Er will keine Mieter verlieren, weder die jungen Familien mit ihrem Nachwuchs, noch jene, die sich vom Kinderlärm gestört fühlen. Deshalb auch steht das Schild „Ballspielen verboten“ auf der Spielfläche. Zugleich gibt Schricker zu bedenken: „Wer will, dass Deutschland Fußballweltmeister wird, muss auch zulassen, dass Kinder Fußball spielen“.
Um die Pflege des Platzes kümmert sich Hausmeister Peter Rettke, zuständig im Quartier Pößnecker/Saalfelder Straße. Alle zwei Tage leert er beide Papierkörbe, einmal die Woche kontrolliert er die Gerte auf Unversehrtheit. Gefragt, ob die jungen Nutzer sich von ihm etwas sagen lassen, meint er: „Das klappt schon“.
Insgesamt rund 60 000 Euro hat die Genossenschaft dieses Jahr vor allem in Lusaner Spielplätze investiert. Dort hat sie über die Hälfte ihrer etwa 4000 Geraer Wohnungen und den Großteil der 21 Spielareale. „Ursprünglich wollten wir 2009 schon bauen, doch die Entscheidung fürs Material dauerte länger“, sagt Andreas Schricker. Nachdem eine hölzerne Spielkombination für 24 000 Euro nach sieben Jahren weggefault war, stand Aluminium in der engeren Wahl.
„Doch das wird zu heiß“, sagt Schricker. Was jetzt aussieht wie Holz ist Kunststoff und der soll lange halten.
Anne-Katrin Hahn aus der Rudolstädter Straße hat deshalb etwas länger warten müs- sen. Als sie vor zwei Jahren einzog, erkundigte sie sich nachdemSpielplatz. Jetzt ist er neu. Die zweifache Mutter freut sich über das auch schattige Spielareal und den Treffpunkt hinterm Haus. Nur das kleine Karussell muss nun noch montiert werden.

Die "Aufbau" investiert an sieben Standorten

Wohnkarree Zeulenrodaer/Pößnecker Straße: Eine große Spielkombination für Fünf- bis Zwölfjährige und ein Spielgerät für die bis Vierjährigen sind neu, ebenso der Spielsand.

Rudolstädter Straße 22-30: Auch hier wurden eine große Spielkombination und ein kleines Spielgerät installiert und der Sand erneuert Wohnkarree Saalfelder Straße: Die dritte große Spielkombination steht hier. Vorm Haus 15 gibt es jetzt einen Federwipper.

Schleizer Straße 6-8, Hauseingangsseite: Der Sand im großen Sankasten ist neu, außerdem Federwipper und Karussell.

Wohnkarree Eichenstraße: Die alte Holzumrandung um den Spielplatz wurde entfernt und eine neue Bank und ein Papierkorb aufgestellt.

Wiesestraße 228-232 sowie Ecke Prof-Simmel-Straße/Haeckelstraße:
Hier wurden die schon vorher vorhandenen durch neue Federwipper ersetzt.